EduTechnologist

Eine Rolle, die Schule verändern kann.
Mit Ihrer fangen wir an.

Der:die EduTechnologist:in wird fester Bestandteil Ihres Schulteams für alles, was digitale Bildung braucht – eine Entlastung für Pädagog:innen und Schulleitungen. Estland und Virginia machen es seit Jahren vor. Wir adaptieren die Rolle für Deutschland – gemeinsam mit Schulen, die vorangehen wollen.

Ansprechpartner: Thomas Nadler, 20 Jahre Schulpraxis

Zwei stilisierte Figuren sitzen sich an einem Tisch mit Laptop gegenüber und sprechen miteinander

Der Anfang

Sie gehen voran. Wir begleiten Sie.

Der Anfang ist ein Gespräch: ein Videocall mit Ihrer Schulleitung, 60 bis 90 Minuten, wenn möglich zusammen mit der Person, die die Rolle übernehmen könnte. Wir klären, was ein:e EduTechnologist:in Ihnen abnehmen soll – und was nicht. Danach wissen Sie, welcher Weg zu Ihrer Schule passt. Das Erstgespräch verpflichtet zu nichts.

Wenn Sie weitermachen möchten, qualifizieren und stärken wir jemanden aus Ihrem Kollegium, der diese Aufgabe bereits trägt oder künftig mitträgt – sechs Monate begleitet mit ET-Start. In Berlin können wir die Rolle zunächst auch selbst übernehmen.

Für die ersten zehn Schulen ist das Erstgespräch kostenlos.

Wie die sechs Monate mit ET-Start ablaufen, vom Auftakt bis zum Rückblick, steht im Programm:

Die Entlastung

Entlastung auf zwei Ebenen.

Im Klassenraum und im Schulleitungsbüro drückt es an verschiedenen Stellen. Der:die EduTechnologist:in nimmt beiden etwas ab.

Piktogramm: stilisierte Person neben einer Checkliste mit Häkchen

Für Pädagog:innen

Eine gute Idee für die nächste Stunde – aber die digitale Umsetzung fehlt?

  • Jemand plant mit – und kann Sie auf Wunsch auch im Unterricht praktisch unterstützen. Die Unterrichtsentscheidung bleibt bei Ihnen.
  • Fragen werden beantwortet, wenn sie auftauchen – und nicht erst drei Wochen später in der nächsten Fortbildung.
  • Niemand muss nebenher Digitalexpert:in werden – Sie bringen das pädagogische Ziel mit, das digitale Handwerk kommt dazu.
Piktogramm: stilisierte Person neben einem Dokument-Symbol

Für die Schulleitung

Digitalität steht auf jeder Tagesordnung – aber wer setzt sie um?

  • Sie geben die Richtung vor – Ihr:e EduTechnologist:in übernimmt einen klar definierten Teil der Umsetzung.
  • Das Thema hat eine Adresse – Medienbildungskonzept, schulinterne Fortbildung, eine Person mit echter Arbeitszeit dafür, statt zusätzlicher Belastung auf den Schultern Einzelner.
  • Nicht von oben verordnet, nicht bei Einzelnen abgeladen – wir starten mit den Kolleg:innen, die das Thema voranbringen wollen.

Was die Rolle tut, wo sie steht, wer sie ausfüllen kann – und wie ein Schultag damit aussieht.

Wie sieht das im Alltag aus? Ein Dienstag mit EduTechnologist – als Comic

„Wie sieht das im Alltag aus?“ Die Frage kommt immer wieder. Die ehrliche Antwort: ziemlich unspektakulär. Und genau das ist der Punkt.

Doppelt tippen zum Vergrößern, dann mit dem Finger verschieben.

Was hat sich an diesem Tag verändert? Katarzyna, Kofi und Lena mussten nicht nebenher Digitalexpert:innen werden: Ihre Fragen haben am selben Tag eine Adresse gefunden, statt drei Wochen auf die nächste Fortbildung zu warten. Amira bekommt für den Pädagogischen Tag einen Vorschlag, der ins Medienbildungskonzept passt. Das ist Entlastung auf zwei Ebenen – für die Pädagog:innen und für die Schulleitung. Möglich ist sie, weil Aylin dafür Zeit hat: Es ist ihre Arbeit, nicht etwas, das sie zusätzlich trägt.

Die Szene ist ausgedacht, die Aufgaben sind es nicht – sie stehen im Rollenprofil.

Erstgespräch anfragen

Die Perspektive

Die Rolle bleibt. Wir nicht.

Wir etablieren sie gemeinsam mit den Schulen, die jetzt vorangehen – nicht für Sie, sondern mit Ihnen. Was am Anfang eine Handvoll Schulen ist, zeigt allen anderen den Weg.

Die Basis

Erprobt, wo es längst Gesetz ist. Diesen Weg gehen wir auch hier.

Was wir gemeinsam mit Ihnen aufbauen, erfinden wir nicht neu – andere sind diesen Weg schon gegangen. Übernehmen lässt sich die Rolle, nicht das System drumherum: In Estland stellt die Schule selbst ein, an öffentlichen Schulen in Deutschland nicht. Wie aus der Rolle eine Stelle wird, entscheidet sich deshalb je Bundesland.

Seit 2005

Estland: Systematisch etabliert. Heute hat etwa jede zweite estnische Schule eine solche Fachkraft.¹

Seit 2005

Virginia: Zwei gesetzlich vorgeschriebene Stellen je 1.000 Schüler:innen – eine für Technik, eine für die pädagogische Begleitung.²

Schlüsselrolle

Schon heute im Kollegium: Eine aktuelle Studie an 13 Sekundarschulen in NRW zeigt: Digitalisierungsbeauftragte sind im Kollegium besonders stark vernetzt. Was fehlt, ist die institutionelle Entlastung dafür.³

52 %

der allgemeinbildenden Schulen fehlt Personal im Bereich IT und Digitalisierung, etwas häufiger als Lehrkräfte (51 %).⁴

Die OECD empfiehlt den Bildungssystemen, neben Lerngelegenheiten für alle Beteiligten in Unterstützungspersonal zu investieren, das beim pädagogischen und administrativen Einsatz generativer KI mit Coaching und Mentoring begleitet. Zugleich rät sie zu Werkzeugen, die für Bildung gebaut sind, statt zu allgemeinen Chatbots.⁵

Diese Arbeit gibt es längst – getragen von engagierten Kolleg:innen, zusätzlich zu ihren eigentlichen Aufgaben, oft unbezahlt. Was vielerorts fehlt, ist die feste Arbeitszeit und Zuständigkeit dafür.

Die Beispiele aus verschiedenen Ländern sind da. Jetzt geht es darum, was daraus für Schulen in Deutschland entstehen kann.

Der Weg

Vorangehen. Gemeinsam. Schritt für Schritt.

Unser Ziel ist, dass schuleigene Stellen für digitale Unterrichtsentwicklung künftig auch in Deutschland staatlich finanziert werden. Die Erfahrungen der ersten Schulen schaffen dafür eine wichtige Grundlage.

Warum es ET-Start braucht und was ein Bundesland dafür tun kann – auf einer Seite.

Mit Ihrer Schule fangen wir an.

Sie gehören zur Schulleitung? Dann steht am Anfang ein Gespräch per Video, 60 bis 90 Minuten. Sie erzählen, wo Ihre Schule steht und wo Entlastung fehlt. Wir zeigen, wie der Anfang bei Ihnen aussehen kann.

Nennen Sie uns ein paar Zeiten, die Ihnen passen. Sie bekommen innerhalb von zwei Werktagen einen Terminvorschlag.

Lieber per E-Mail? t.nadler@neomera.de

Sie unterrichten und wollen die Rolle an Ihre Schule holen? Schreiben Sie uns, wir geben Ihnen die Argumente für Schulleitung und Steuergruppe an die Hand.

Fußnoten

  1. Education Estonia / Eesti Haridustehnoloogide Liit: "Educational Technologist in Estonia", https://www.educationestonia.org/educational-technologist-estonia/. Zur Verbreitungsquote: Eisner, R. (2025): "Wie ein wildes Tier", didacta – Das Magazin für lebenslanges Lernen, Ausgabe 2/2025, online: https://bildungsklick.de/schule/detail/bildungsgerechtigkeit-pisa-studie-estland
  2. Commonwealth of Virginia: Code of Virginia § 22.1-253.13:2, Subsection J, https://law.lis.virginia.gov/vacode/title22.1/section22.1-253.13:2/
  3. Sprenger, A., von Grumbkow, N. C., Fussangel, K. & Gräsel, C. (2025): "School Leadership Networks in the Context of Digital School Development", Education Sciences, 15(10), 1320, https://doi.org/10.3390/educsci15101320
  4. Cornelsen Schulleitungsstudie 2026 „Zwischen Überlastung und Aufbruch“, durchgeführt vom FiBS, Gesamtstudie S. 31–32 (Abb. 11), allgemeinbildende Schulen, n = 1.819. https://www.cornelsen.de/schulleitungsstudie/download
  5. OECD (2026): Digital Education Outlook 2026 – Exploring Effective Uses of Generative AI in Education, OECD Publishing, Paris, Januar 2026, Kap. 14, S. 260; Executive Summary, S. 13. https://doi.org/10.1787/062a7394-en